German poem
Das Gespenst
by Abraham Gotthelf Kästner (1719–1800)
Den Geist des Stutzers Lisimon Sah Phyllis jüngst, und floh davon. »So flieht sie den, der einst ihr Zeitvertreib gewesen? Ihn, den noch jeder Ball und jeder Spieltisch preist?« Sie hatte Recht, es war von seinem Wesen Auch nicht der beste Theil, es war ja nur - sein Geist.
Ich weiß es besser noch, warum sie so geflohn: Sie wußte, was sie sah, war nichts vom Lisimon, Ein feindliches Gespenst erschien ihr, sie zu quälen; Denn Stutzer haben keine Seelen.