German poem
Das bucklige Männlein
by Achim von Arnim (1781–1831)
Will ich in mein Gärtlein gehn, Will mein Zwiebeln gießen; Steht ein bucklicht Männlein da, Fängt als an zu nießen.
Will ich in mein Küchel gehn, Will mein Süpplein kochen; Steht ein bucklicht Männlein da, Hat mein Töpflein brochen.
Will ich in mein Stüblein gehn, Will mein Müßlein essen; Steht ein bucklicht Männlein da, Hats schon halber gessen.
Will ich auf mein Boden gehn, Will mein Hölzlein holen; Steht ein bucklicht Männlein da, Hat mirs halber g'stohlen.
Will ich in mein Keller gehn, Will mein Weinlein zapfen; Steht ein bucklicht Männlein da, Thut mir'n Krug wegschnappen.
Setz ich mich ans Rädlein hin, Will mein Fädlein drehen; Steht ein bucklicht Männlein da, Läßt mirs Rad nicht gehen.
Geh ich in mein Kämmerlein, Will mein Bettlein machen; Steht ein bucklicht Männlein da, Fängt als an zu lachen.
Wenn ich an mein Bänklein knie, Will ein bislein beten; Steht ein bucklicht Männlein da, Fängt als an zu reden.
Liebes Kindlein, ach ich bitt, Bet' für's bucklicht Männlein mit!