German poem
Sonnenblicke
by Achim von Arnim (1781–1831)
Der Sommer und der Sonnenschein, Ganz lieblich mir das Herze mein Erquicken und erfreuen; Daß ich mit Lust im grünen Gras Mag springen an dem Reihen.
Des lacht die Allerliebste mein, Wollt Gott, ich sollt heut bei ihr seyn, In Züchten und in Ehren; Das wär meins Herzens größte Freud, Darauf darf ich wohl schwören.
Demselben wackren Mägdelein, Schickt neulich ich ein Kränzelein, Mit rothem Gold umwunden; Dabei sie mein gedenken sollt, Zu hunderttausend Stunden.
Ich ritt durch einen grünen Wald, Da sangen die Vöglein wohlgestalt, Frau Nachtigall mit ihnen; Nun singt ihr klein Waldvögelein, Um meines Buhlen willen.