Versos German Adelbert von Chamisso Ein Rosenzweig dich schmücken

German poem

Ein Rosenzweig dich schmücken

by (1781–1838)

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Ein Rosenzweig dich schmücken? Du Wilder, wie will sich's schicken? Was hast du mit Rosen gemein? – Es stehen drei Sterne am Himmel, Die geben der Lieb ihren Schein.

Zwei Knospen am Zweig und die Rose Entscheiden nun meine Lose, Die Dreie, die mein ich allein. – Es stehen drei Sterne am Himmel, Die geben der Lieb ihren Schein.

Die Rose, die zarte, blühet, Die Liebe blühet und glühet, Das fühl ich im Herzen mein. – Es stehen drei Sterne am Himmel, Die geben der Lieb ihren Schein.

Noch Knospen im grünen Laube, Die Hoffnung und der Glaube, Sie müssen zur Blüte gedeihn. – Es stehen drei Sterne am Himmel, Die geben der Lieb ihren Schein.

Ich pflanz ihn in meinen Garten, Den Zweig, und seiner zu warten, Dem will ich ernst mich weihn. – Es stehen drei Sterne am Himmel, Die geben der Lieb ihren Schein.

Ich seh ihn im freudigen Traume Erwachsen zum starken Baume, Mein Obdach soll er sein. – Es stehen drei Sterne am Himmel, Die geben der Lieb ihren Schein.

Und hat der Traum mich betrogen, Verdorrend der Zweig mich belogen, Mag alles dann Lüge sein; Dann steht kein Stern am Himmel, Kein Stern gibt der Liebe den Schein.