German poem
An den Morgenstern
by Adolf Friedrich von Schack (1815–1894)
Von allen, die am Himmel sind, Wie dich lieb' ich nicht einen, Mein Auge hängt, wie da ich Kind, An deinem Glanz, dem reinen.
Noch träumend liegt der junge Tag Auf den begrünten Matten Und blickt, die Augen reibend, zag Durch die gebrochnen Schatten.
Auf schwingt zu dir im Frühgesang Mit schnellen Flügelschlägen Die Lerche sich, und Glockenklang Hallt feiernd dir entgegen.
Und wie, im Morgenlicht erwacht, Die Ströme, Fluren blinken, Seh' ich des Lebens lange Nacht Fern hinter mir versinken.