German poem
Wenn ich zwei Flügel hätt’
by Alfred Beetschen (1864–1924)
Wenn ich zwei Flügel hätt’, Meinst, ich würd’ reisen! Adlergleich ziehn in bedächtigen Kreisen? Glaubst, ich entflöge dir – husch! – aus dem Bau? Bist mir ein argwöhnisch Ding, du, – schau, schau!
Mitten in Freud und Leid Mag mir’s behagen, Dich in den Armen, was sollt’ ich erjagen? Bin ja kein flatterhaft thörichter Knab’, Wenn ich zwei Flügel hätt’, – schnitt’ ich sie ab!