Versos German Alfred Lichtenstein Beim Betrachten einer Menschenlunge in Spiritus

German poem

Beim Betrachten einer Menschenlunge in Spiritus

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Ganz ohne Grauen frißt du täglich totes Fleisch. Und totes Blut ist dir ein süßer Saft. Erschrickst du nicht? –

Zwar haben deine frühsten Väter auch Und ehe du erwachtest wurde schon Dir tausend Totes in den Leib gestopft.

Wie aber muß der erste, der das Tier Erschlug, herzlich erschrocken sein – Da, als er sah, daß das, was flatterte, Was sprang und schreien konnte und im Sterben noch So flehende Welt in den Augen hatte, Mit einemmal Nicht mehr da war.