Versos German Anastasius Grün Du aber siehst es nicht, was wir beklagen

German poem

Du aber siehst es nicht, was wir beklagen

by (1806–1876)

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Du aber siehst es nicht, was wir beklagen: Jetzt Nebel schleichend, wo's so schön gewittert, Der Zeit Panier in Koth geschleift, zerknittert Von Händen, die's zu Sternen sollten tragen;

Der Einheit Ring am Mäkelsinn zersplittert, Wie Liebesgluth am Ehepakt zerschlagen; Doch Leichen, die schon auf der Bahre lagen, Zur Lebenslüge neugeschminkt, beflittert;

Die wilde Freiheit nur der Leidenschaften, Blutwunden, die durch Bruderliebe klafften, Despoten, die das Purpurkleid nur meiden,

Verrath und Schmach mit unsrer Flagge fahren, Das Sternenbanner, deckend den Korsaren! – Noch muß den Kranken der Gesunde neiden.