German poem
Man schreibt auf manchen Stein
by Anastasius Grün (1806–1876)
Man schreibt auf manchen Stein: »Er hatte keinen Feind!« Als Lobspruch ist's gemeint, Doch schließt's viel Schlimmes ein: Es klänge just so gut: Ihm fehlte Herz und Blut, Er ließ wie Kies sich treten, Er ließ wie Thon sich kneten, Sein Aug' war blind dem Lichte, Sein Mund war stumm für Wichte.