Versos German Andreas Gryphius Lass dein Sorgen fahren

German poem

Lass dein Sorgen fahren

by (1616–1664)

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LASS DEIN SORGEN FAHREN

Gib dich zu Ruh’ und laß dein Sorgen fahren, Durch so vil Noth bestürmter Geist! Die Wehmuth, die dich drücket, Die Geissel, die dich schmeißt und beißt, Hat GOtt nun weggedrücket. GOtt, der dich offt gerissen von der Bahren, Hat dich mit Hülff erquicket Und nach den trüben, rauen Donnerjahren Dir Gnad’ und Treu und Gunst erweist.

Du aller Herren HErr, den Erd und Himmel ehren, Für dem die Höll erschrickt: Du, du hast mich, du hast mich wollen hören, Da, als ich gantz vertrickt Im Jägergarn des Todes mich nach dir Umbsahe, da, mein Heyland, hast du mir Geboten Hülff und Hand, du hast das Netz zutrennet. Ich bin durch dich dem Pfeil, dem Untergang entrennet.

Also available with a spoken translation into English in the reader.