German poem
Mein Gärtchen
by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Ei, was kann wohl schöner sein In des Himmels Sonnenschein, Als dort an jenem Teich Mein Gärtelein? Wo jedes Bäumchen nickt, Wo jedes Blümchen blickt, Als wollt' es sagen mir: Vergiß nicht mein!
O du liebes Gärtelein, Ich vergesse nimmer dein, Es treibt mich immerfort Hinaus zu dir. Du säuselst Fried' und Ruh, Und Freud' und Lust mir zu, Und durch dich wird die Welt Recht heimisch mir.
Und wie könnt' ich traurig sein, Wenn ich jemals denke dein! Du meinst es gar zu gut, Zu gut mit mir. Und liegst du auch beschneit In kalter Winterzeit – Du grünst und blühst ja stets Im Herzen mir.