German poem
Es schmückt mit zarter Decke kaum
by August von Platen-Hallermünde (1796–1835)
Es schmückt mit zarter Decke kaum Das junge, neue Laub den Baum: So grünt um deine Wange rings Der frische, dunkle, weiche Flaum; Für schöne Weiber wär's ein Glück, Nur zu berühren deinen Saum! Doch warfst du deinem Nacken um Der reinen, keuschen Sitte Zaum. O bringe Wein und komm zu mir, Im hohen Grase hier ist Raum! Es letze deiner Zunge Wort Das Ohr mir und der Wein den Gaum; Der Rausch erhöht die Wange dir, Laß steigen dir zu Kopf den Schaum! Laß hier uns träumen, Arm in Arm, Der Jugend kurzen Morgentraum!
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