German poem
Fischerknabe
by August von Platen-Hallermünde (1796–1835)
Des Abendsterns ersehnter Schein Beglänzt den Saum der Flut, Der Knabe zieht den Kahn herein, Der still im Hafen ruht.
»Mein Tagewerk ist treu vollbracht, Doch, liebe Seele, sprich, O sprich, wie soll die lange Nacht Vergehn mir ohne dich?«
Am Ufer steht ein Weidenbaum, Und dran gelehnt ein Stein, Und drunter liegt im schmalen Raum Ihr kaltes Totenbein.