Versos German August Wilhelm Schlegel Variationen auf den Refrain des Hexengesanges im Macbeth

German poem

Variationen auf den Refrain des Hexengesanges im Macbeth

by (1767–1845)

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Lod're, brodle, daß sich's modle, Lod're, Lohe, Keßel brodle!

Rüstig, rüstig! Nimmer müde! Feuer brenne, Keßel siede!

Doppelt, doppelt Werk und Müh'! Brenne Feu'r und Keßel brüh'!

Brudle, brudle, daß es sprudle! Feuer brenne, Keßel brudle.

Spart am Werk nicht Fleiß, noch Mühe, Feuer sprühe, Keßel glühe!

Rüstig, rüstig! Nimmer müde! Feuer, brenne! Keßel, siede!

Glühe, sprühe, Hexenbrühe, Feuer brenn' und Keßel glühe!

Brudle, brudle, daß es strudle, Feuer brenne, Keßel sprudle.

Mischt ihr alle, mischt am Schwalle! Feuer, brenn', und Keßel, walle!

Dudle, dudle, dein Gesudle! Sprudle Reim, und Jambe, strudle!

Spitzle, spitzle, dein Geschnitzle! Feder, kritzl', und Dinte, spritzle!

Hobel, hoble! Raspel, rasple! Faden, schnurr', und Winde, hasple!

Zaubersprüche, Brandgerüche, Künden fern die Hexenküche.

Dunkel, dunkel, bei'm Gemunkel; Schwefelblau des Heerds Gefunkel.

Sud und Brodem dampft am Boden, Oben schwebt des Dichters Odem.

In den Keßeln ihn zu feßeln, Schürt die Glut mit Dorn und Neßeln.

Doppelt, doppelt, Stroh gestoppelt! Vers gezählt, und Reim gekoppelt!

Unken, Unken, schrei'n wie trunken: Tanzt im Sumpf, Irrlichter-Funken!