German poem
Nils Finn
by Bjørnstjerne Bjørnson (1832–1910)
(Aus dem Drama "Hinke-Hulda")
Und der kleine Nils Finn wollte flugs über Land; Doch sein Schneeschuh, der hielt nicht, so oft er ihn band. --"Das ist schlimm!" sagt' es drunten.
Nils stieß mit dem Fuße: "Wo bist du denn--du? Verdammter Kobold! nun laß mich in Ruh'!" --"Hi--ho--ha!" sagt' es drunten.
"Da siehst du ein Hexenstück!" schrie Nils und hob Seinen Stab und schlug in den Schnee, daß es stob. --"Hit--li--hu!" sagt' es drunten.
Ein Fuß stak im Schnee; mit kräftigem Zug Riß Nils daran, bis er hintüber schlug. --"Zieh doch fest!" sagt' es drunten.
Nils weinte und stampfte und stach und hieb-- Und sank immer tiefer, je toller er's trieb. --"Das ging gut!" sagt' es drunten.
Und die Birken, die tanzten, es bogen sich krumm Vor Lachen wohl hundert Tannen ringsum. --"So bekannt?!" sagt' es drunten.
Und es lachte der Berg, daß der Schnee nur so flog; Nils ballte die Faust und schwor, daß er log. --"Nun gib acht!" sagt' es drunten.
Und der Schneehang gähnte, der Himmel fiel ein; Nils dachte: nun schluckt er mich auch mit hinein. --"Ist er weg?" sagt' es drunten.
Zwei Schneeschuhe ragten und sahen umher, Aber sahen nicht viel; denn da war nichts mehr. --"Wo ist Nils?" sagt' es drunten.