Versos German Bjørnstjerne Bjørnson Stelldichein

German poem

Stelldichein

by (1832–1910)

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Still ist der Abend; Selbst sich begrabend, Rollen die Stunden und scheidet das Licht. Nur die Gedanken Lauschen und schwanken: Ob sie heut kommt oder nicht?

Frostiges Dämmern; Wolken gleich Lämmern Ziehen vorüber; der Sterne Heer Zaubert im Glänzen Liebe und Lenzen; Kennt sie den Weg denn nicht mehr?

Sehnsuchtsleise Unter dem Eise Seufzt das Meer in wegmüder Ruh. Schiffe vor Anker-- Ach, und ein Kranker Fragt: wo verweilest du?

Schneeflocken stieben, Bergwärts getrieben, Märchenhaft wirbelnd zum dunkelen Hain; Nachtvögel schwirren, Schlagschatten irren; War das ihr Schritt?--Ach nein!

Bist du so feige? Sehnende Zweige Starren von Reif; du wurdest verhext. Doch ich bin stärker, Sprenge den Kerker, Wo du dich träumend versteckst.