Versos German Bjørnstjerne Bjørnson Wie Man Sich Fand

German poem

Wie Man Sich Fand

by (1832–1910)

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(Zum Studententag 1869)

Träume, die zu Träumen drängen, Finden bald ihr Reich; Herzen, die sich suchen, sprengen Alles lenzstrahlgleich. Und je tiefre Leiden binden Ihren jungen Drang, Desto heller beim Sichfinden Braust der Jubelsang.

Jeder von den Hochgemuten Spornt zwar hundert an, Doch wenn tausend auch verbluten, Wär's doch nicht getan. Nein, erst wenn der Volkslenz brausend Stürmt durch Wald und Land, Weckend all die Hunderttausend,-- Dann erst man sich fand.

Heil nun Norges jungem Tage, Fern in Dunst versteckt. Mit dem Dämmergrauen jage Weg, was uns erschreckt. Und des Schlachthorns hohle Lieder, Tränen, Schmach und Blut, Die beseelten immer wieder Uns erst recht mit Mut.

Aus des Volkes Geist und Werken Wächst er Tag für Tag, Niederlagen ihn nur stärken Zum Entscheidungsschlag. Frühlingsahnen ist entglommen, Spricht das Jubelwort Von dem Lenz, der einst wird kommen, Heil dir, Volk im Nord!