German poem
Die hohe Föhre
by Bruno Wille (1860–1928)
Der drängenden Horde zwergiger Föhren Vergißt die Gewaltige anzugehören.
Sie hebt das Haupt zur stürmenden Wolke/ Verloren über dem Nadelvolke,
Das nimmer den heiligen Sturm erlauscht, Der einsam erhabene Stirnen umrauscht.
Sie aber sinnt/ und nickt/ und schaut Ins Weite, wo dämmrig der Forst verblaut.
Zerrissenen Wolkengebirgen entrollt Der sinkenden Sonne rotes Gold.
Das Föhrenhaupt erglüht verzückt/ Ins lodernde Feuermeer entrückt.