German poem
Ruheschrein
by Bruno Wille (1860–1928)
Ein Bettlein ward mir zugedacht, Wie's keine Mutter sanfter macht.
Ich bette mich in seine Ruh, Wann ich den letzten Seufzer tu.
Und träume lächelnd: O was hab Ich für ein wundersüßes Grab!
Von deiner Liebe eingewiegt Und wie in Gottes Schoß geschmiegt!
Nun drücke noch/ als weißen Stein/ Die Hand auf diesen Ruheschrein/
Die Hand aufs Herz dir selber, du! Drin ich so treu geborgen ruh.