German poem
Sehnsucht
by Carl August Heinrich Zwicker (1794–1900)
Oft wollt’ ich mit den Blümchen sprechen, Die sinnig auf der Wiese stehn - Es wird das arme Herz mir brechen, Denn ich muß stumm vorübergehn!
Den Sternlein möcht’ ich es vertrauen Warum die Wangen mir verblühn - Wenn sie auch freundlich niederschauen, Sie müssen schweigend weiter ziehn.
Und in dem Walde hört’ ich’s rauschen, So heimlich flüstert’ es, so lieb; Mit mir wollt’ es kein Wörtchen tauschen Wenn ich auch lange schweigend blieb.
Durch grüne Büsche schlüpft behende Die kleine Nachtigall und singt; Ich fragte, ob ich Antwort fände - Verstehe nicht was widerklingt. -
Da wollt’ ich nur das Bächlein fragen, Das kosend mit den Lüften spricht - Vielleicht es hörte meine Klagen, Doch Antwort gab das Bächlein nicht.
Ach möcht’ ich doch so gerne sprechen, Und, keiner keiner hört mein Flehn: - Es wird das arme Herz mir brechen Denn ich muß stumm vorübergehn ! Z.