Versos German Carl Busse Weihnachten

German poem

Weihnachten

by (1772–1829)

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Das war in den Häusern ein Tummeln und Treiben, Das that so verstohlen und wisperte sacht, Und durch Gardinen und frostige Scheiben Schien oft das Lämpchen die halbe Nacht. Nun kam das Christkind wirklich hernieder Vor jede Thür mit seligem Schritt Und brachte singend auch diesmal wieder Die alten Glocken und Lieder mit.

Ich aber bin einsam hinausgegangen Und ließ die Fröhlichen fröhlich sein, Selbst aus den ärmlichsten Häusern drangen Schon Kinderlachen und Lichterschein. Und in der Vorstadt, am äußersten Ende, Da hab’ ich still in ein Fenster gesehn, Und lehnte den Kopf an die glitzernden Wände Und stand und konnte nicht weiter gehn:

Ein kleines Bäumchen, ein Dutzend Lichter, Und aus den Zweigen sehn Aepfel hervor, Das Beste: drei glühende Kindergesichter, Die jauchzen voll Dank zu den Eltern empor. Darüber das Glück auf heimlichen Schwingen, Das macht die Herzen so warm und so weit, Und bis auf die Gasse hör’ ich sie singen Von fröhlicher, seliger Weihnachtszeit. –

Christglocken im gläubigen Kinderherzen, Sein Weib an der Seite, den Jüngsten im Schoß – O gäbe der Herr nach Stürmen und Schmerzen Auch Dir und mir solch seliges Los! Und wankt ein Bettler auf dunklen Pfaden Mit wunden Füßen – Er führ’ ihn fortan Und zünde, wie uns, auch ihm in Gnaden Die goldenen Kerzen der Weihnacht an! Carl Busse.