German poem
Der bayerische Wallischerr
by Carl Theodor Müller (1796–1873)
[Rep.]
Nix Schöners nicht auf Erden, Als was ein Wallischerr, tralala.
[Solo.]
Ein schwarzbraun Pferd zu reiten, Ein Federbusch von Haar,
[Rep.]
Den Säfel an der Seiten: Ob wohl was Schöners war, tralala.
[Rep.]
Kaum hat es acht Uhr g'schlagen, Sitzt Roß und Mann zu Pferd, tralala.
[Solo.]
Spazieren wird geritten, Trampeter reit'n voran.
[Rep.]
Den Fahner in der Mitten Und hint ein Flegelmann, tralala.
[Rep.]
Wir reiten durch die Straßen, Das Pflaster möcht krepirn, tralala.
[Solo.]
Das Mädchen schaut vom Fenster Und grüßt den Wallischerr,
[Rep.]
Und denkt sich: Ach mein Schönster! Wenn ich dein Rößlein wär, tralala.
[Rep.]
Wir kommen auf die Wiesen Und thun manöverirn, tralala.
[Solo.]
Der Oberst kummandiret Der ganzen Frant voran,
[Rep.]
Und gleich darauf präsentiret Die ganze Eskadran, tralala.
[Rep.]
D'rauf blast man auf Commando Den Marsch zum Afanschirn, tralala.
[Solo.]
Da geht's als wie das Wetter Im stärksten Carriere,
[Rep.]
Bis als daß die Trampeter Nicht blasen nimmermehr, tralala.
[Rep.]
Nun reitet man zurücke Wohl in die Garnisan, tralala.
[Solo.]
Und putzt sein Pferd und Sattel Und Riemenwerk dazu;
[Rep.]
Und eilt zu seiner Kathel Und wünscht ihr gute Ruh, tralala.
[Rep.]
Die schließt in ihre Arme Den schönsten Wallischerr, tralala.
[Solo.]
Kein Kurafir, kein Jäger Und auch kein Gardikor
[Rep.]
Soll dir mein Herzlein rauben, Da steh ich dir davor, tralala.
[Rep.]
Vom Fuhrwesen gar keiner, Und auch kein Pompertär, tralala.
[Solo.]
Nicht einmal ein Halahner, Sein Lebtag kein Husar.
[Rep.]
Gar niemals ein Dragoner, Vielweniger ein Standar, tralala.
[Rep.]
So bleiben sie beisammen Bis zu dem Zapfenstreich, tralala.
[Solo.]
Aude, mein Schatz! muß gehen, Muß gehen in Kusarm.
[Rep.]
Morg'n thu' ich dich schon sehen Und schließen in die Arm, tralala.
[Rep.]
Und geht jetzt in den Stalle, Und schaugt nach seinem Pferd, tralala.
[Solo.]
Ob es kein Mangel habe, Ob alle Fenster zu.
[Rep.]
Dann legt er sich und labet Sich durch die gute Ruh, tralala.
[Rep.]
Drum kann's nicht Schöners geben, Als wie ein Wallischerr, tralala.
[Solo.]
Denn wenn er in Paradi, So glanzt er wie die Sonn',
[Rep.]
Und bei der Prumernadi Sieht man n' von Weitem schon, tralala.