German poem
Als durch eines H. Mannes Leibeigenschafft
by Catharina Regina von Greiffenberg
O Süsse Dienstbarkeit / wann Gott dadurch gedienet / sein' Ehr vermehret wird / und Seelen-Nutz geschafft! daß tausend Geister frey / kommt ein Leib in verhafft! beglückte Knechtschafft / die mit Herzen-Herrschung grünet / die sein' und Gottes Feind mit Gott und Ihm versühnet! der Allbeherrscher hat in Fässeln gleiche Krafft: aus ihrem Stachel fliest des Geistes Wundersafft / daß / zu besiegen mit die Sieger / man erkühnet. Ein solch verborgner Funk die ganz Abgötterey / als Pulver über sich durch Glaubens Krafft zerspringet: wird / daß er Freyheit würckt / herzwillig selbst gedränget; Leibeigen / daß er mach die Seelen Satan-frey. Ach! Gott verhänget nichts / das nicht zu Glück erspriesset: wann man den Glauben auf- und die Vernunfft zuschliesset.
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