German poem
Auf eben das selbige
by Catharina Regina von Greiffenberg
Gläub / wann du schon nit sihst / den der kan müglich machen die selbst' unmüglichkeit / bey welchem Sonnen-Liecht dein dunkles schicksel ist. Die ausgangs-schnur Er flicht in dem zerrütten Strenn so seltner sinnen-sachen. Er giebet nach / und dreht den Faden bey den schwachen / wie sehr verhenkt und klenkt er ist / ihn doch nicht bricht / am Glückes-Haspel / mit der zeit / ihn recht ausricht. Sein fleiß und weißheit pflegt (schläfft lust und Glück) zu wachen. Denk nicht / daß ihm / wie dir / das mittel sey verdeckt. Sein Allsicht-Aug durchtringt die undurchdringlichkeiten der heimlichkeit geheim / im wunder-Berg versteckt. Sein' Allmachts hitz / den Stahl zu lob-Gold kan breiten. Sein' Ehr' hat ihr in ihr ein Ehren-ärz erweckt / das wird mit seinem Bild sich in die Welt ausbreiten.
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