German poem
Bertas Augen
by Charles Baudelaire (1821–1867)
Verachten dürft ihr der herrlichsten augen gefunkel Schöne kindesaugen darinnen wacht Ein etwas unsäglich gut und sanft wie die nacht Ihr augen · giesst über mich euer reizendes dunkel!
Grosse kindesaugen · geliebte verstecke Ihr ähnelt sehr den palästen in zaubrischer schlucht Wo ich hinter tief-schlafender schatten wucht Leis schimmernde niemand bekannte juwelen entdecke.
Mein kind hat augen düster und weit-umfangend Wie du unendliche nacht und wie du auch erhellt. Ihr glanz sind die liebes- und glaubensgedanken gesellt Die in der tiefe sprühen keusch oder verlangend.