German poem
Das Gespenst
by Charles Baudelaire (1821–1867)
Einen engel mit wilden blicken Meinen schatten werd ich ich dir schicken Er gleitet neben dich sacht Mit den gestalten der nacht.
Ich gebe dir küsse · du feine Kühl wie monden-scheine Und wie eine schlange feucht Die um eine grube kreucht.
Mit dem morgen dem blassen Siehst du mein lager verlassen Es bleibt bis zum abend kalt.
Wie andre durch zartes bestreben Beherrsch ich dein junges leben Durch des schreckens gewalt.