German poem
Die feile Muse
by Charles Baudelaire (1821–1867)
O meine muse · reicher hallen frau Entlässt der jänner seine ungeheuer In trüber schneenacht: hast du dann ein feuer Für deinen kleinen fuss vor kälte blau?
Du kannst nicht deine marmorschultern laben Am nächtigen schein der durch die läden bricht Und · leer die börse leer den gaumen · nicht Nach gold in deinen azur-grotten graben.
Du musst um brot zu finden ohne lass Als chorkind spielend mit dem weihrauchfass Te-deum singen gegen deinen willen
Und gar zur schau dich stellen hungermatt Mit scherzen an verdeckter thränen statt Der niedren menge lachgelüste stillen.