Versos German Christian Friedrich Daniel Schubart Freiheit

German poem

Freiheit

by (1739–1791)

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Wie wenig weiß ein Volk die Freiheit zu gebrauchen! Es wähnt, wenn nur von Blut die Mörderfäuste rauchen, Wenn es den Peiniger mit Tigergrimm zerfleischt, So sei es frei. O Volk! du hast dich selbst getäuscht. Die Freiheit, die du suchst, ist Wuth, ist Mordgetümmel; Sie wird verflucht von Gott, verflucht vom ganzen Himmel. Ein Volk, bespritzt mit Blut, verdient nicht frei zu sein, In härtre Sklaverei stürzt es sich selbst hinein.