German poem
Grabschrift auf Johann Friedrich Stahl
by Christian Friedrich Daniel Schubart (1739–1791)
Hier schläft bei andern Menschenleichen Ein Glücklicher den langen Schlaf, Den unter tausend Wetterstreichen Der letzte nur – des Todes Donner traf.
Er lebte Patriarchenleben, War tiefer Forscher der Natur, Ging seinen Weg, mit Heiterkeit umgeben, Als wär die Welt nur Eine Frühlingsflur.
Des Fürsten Gunst war ihm beschieden; Er hatte Ehre, Ruhm und Gut. Die Tugend gab ihm Seelenfrieden, Der Christenglaub' – im Tode Muth.
Dort lebt er wieder ohne Qual. Steh, Wanderer! Der Sohn des Glücks heißt Stahl.