German poem
Vaterland
by Christian Friedrich Daniel Schubart (1739–1791)
O Vaterland, Vaterland, Wie steigend und allschattend Ist deines Ruhmes Wipfel!
An Winfelds Knochenbache Erthürmtest du von Römerschädeln Ein wolkenstrebendes Denkmal dir.
Romulus eiserne Söhne Malmten die Völker; Du aber packtest Roma, die Trotzerin,
Am blutigen Haarschädel, Und tratst der Völkerzähmerin Hoch und stolz auf den Nacken.
Auch Hildebrands weitstrahlende, Wie rächende Blitze drohende Krone Verlischt in Wodans Waldnacht.
O Vaterland, Vaterland! Wenn der Weltreiche Aeser um dich liegen; Dann noch wirst du stehen – und herrschen!