Versos German Christian Friedrich Hunold Räthsel an die Mademoiselle N

German poem

Räthsel an die Mademoiselle N

by (1680–1721)

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Ein Mensch von weißen Haar und feurigem Gesichte/ Bat den Cupido sehr daß er bey hellem Lichte/ Auff ein annehmlich Kind die Güldne Pfeile schoß. Er rührte zwar ihr Hertz/ doch gab sie sich nicht bloß. Cupido legte drauff/ so Pfeil als Bogen nieder. Allein das Wunder-Thier/ ein Asse nahm sie wieder/ Und schoß vor einen Kerl/ der schwartz gekleidet war Den Pfeil in ihre Brust/ daß sie im dunckeln gar/ Sehr lange bey ihm blieb/ sich bloß gab/ wolt ihrs wißen? Ein Mohr erquickte da ein schönes Kind mit küßen.

Crräth dein Kluger Sinn/ was mein Gemüth will schreiben/ So will ich TAG und NACHT dein Freund u. Diener bleiben.