Versos German Christian Friedrich Hunold Zufällige Gedancken als einer Doctor Medicinæ ward

German poem

Zufällige Gedancken als einer Doctor Medicinæ ward

by (1680–1721)

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Wer klug und mäßig lebt/ braucht keiner Artzeney/ Und der Natur an sich hat man nichts einzugeben. Kein Artzt kan in der Welt bey lauter Tugend leben/ Die Laster machen ihm nur eine Wohnung frey. Durch Fehler lebet er/ und die sind mancherley: Mein Freund/ Er ist gemacht vor welche Venus Kinder/ Vor Bacchus Compagnie, und vor dergleichen Sünder/ Den allen stehet Er nunmehro trefflich bey. Jedoch erzürne nicht/ sein Leben zuzubringen Mit welchen/ die verliebt/ die gern was gutes schlingen/ Mit der galanten Welt: vor beyderley Geschlecht Ist ein geschickter Artzt in jeden Fall gerecht. Der Vortheil ist nicht klein: aus Krancken und Gesunden Wird theils sein Schatz gesucht/ theils seine Lust gefunden.