German poem
An denselben
Nur eines laß den Scheidenden dich bitten: Tu ohne Reue, was du immer tust! Ich will, daß du des nachts in Frieden ruhst, – sonst haben beide wir umsonst gelitten.
Wars not, daß du das Tafeltuch zerschnitten, ist Bruch mit mir, darauf dein Leben fußt, – verwirr dich nicht in Gramgedankenwust! Was du erstrittst, hab reuelos erstritten!
Genieße deines Wollens Frucht in Kraft, verhüll gleich mir des Einst verschlungne Tage: Daß jeder so, gesund in Schaft und Saft,
ein starker, grader Stamm gen Himmel rage. Vernichten hieß dich deine Leidenschaft –: So schreit' in Schönheit, ohne Reu und Klage!