Versos German Christian Morgenstern Eine goldene Sichel

German poem

Eine goldene Sichel

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Eine goldene Sichel in bräunlichen Garben, liegt der Mond im bronzenen Gewölk. Mag da weit die Schnitterin sein? Ich meine, die Schwaden bewegen sich – oh, ich errate alles! Ins Ährenversteck zog wohl ein Gott die emsige Göttermaid, – irgend ein himmlischer Schwerenöter der Liebe, Jupiter-Don Juan oder Wodan-Faust ... In frohem Schreck ließ sie die Sichel fallen ... Oh, Ihr königlich freien, heiter genießenden, seligen Götter!