German poem
Genug oft
Genug oft, daß zwei Menschen sich berühren, – nicht leiblich, geistig nur – daß sie sich»sehn«, daß sie sich einmal gegenüberstehn – um sich danach vielleicht auf immer zu verlieren.
Genug oft, daß ein Lächeln Zweier Seelen vermählt – oh nicht vermählt! nur dies: sie führt, so vor einander schweigend und erschüttert, daß ihnen alle Wort' und Wünsche fehlen, und jede, unaussprechlich angerührt, nur tief vom Zittern der verwandten zittert.