Versos German Christian Wernicke Auff die Thorheit der Welt

German poem

Auff die Thorheit der Welt

by (1661–1725)

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Aus Ehrgeitz, Geitz, und viel zu wissen Gehn wir nach Rom, Wien und Paris, Nach Alcair, Algier und Cadiz, Nach Leipzig, Königsberg und Giessen; Wir gehn ins Feld als Oberste, An frembde Höf' als Abgesandte, Auffs Rahthauss als des Rahts-Verwandte, Als Flaggenführer in die See; Wir gehn, verschwendend unsre Stunden, Mit Brüdern in ein Sauff-Gelach, Mit Schwestern in ihr Schlaff-Gemach, Und ins Gehege mit den Hunden; Wir gehn, um niemahls still zu stehn, Und kitzeln uns mit stetem Wandern, Wir gehn von einem Ort zum andern, Und wolln doch in uns selbst nicht gehn.