German poem
Auff Salomons Urtheil
by Christian Wernicke (1661–1725)
Denckt nicht, dass Salomon ein grausam Urtheil spricht, Und nehmt es nach dem Buchstab nicht, Dass ein unschuldig Kind vor frembde Schuld soll leiden; Das Urtheil ist des Richters werth, Und man sieht leichtlich, dass sein Schwerdt Die Weiber soll, und nicht das Kind vonander scheiden.