German poem
Unvorsichtigkeit im Glück
by Christian Wernicke (1661–1725)
Sag' einem, der erfreut dem Glück im Schlosse lieget, Dass dessen Stille stets die Sicherheit betrüget Dass es uns, ehe wir es recht erkennt, verlässt; Er höret dich nicht mehr, den junge Hochzeit-Gäst' Den Wächter, der des Nachts die Stunden ruffet, hören; Er spottet deiner Gunst, und lachet deiner Lehren, Und alle deine Wort' entführt der schnelle Wind: Ein glücklicher ist taub, so wie das Glück ist blind.