German poem
An Olympia
by Christoph Martin Wieland (1733–1813)
Im schönsten Haine von Amathunt sang jüngst, Olympia, der Musen eine Dein Lob der Rose den Grazien vor: ihr horcht der holde Chor mit süßem Staunen, und aus den Rosen ragt das gespitzte Ohr der jungen Faunen entzückt hervor: und Musen, Grazien, und Amoretten und Faunchen schlingen mit Rosenketten sich in ein tanzend Rund, und alle singen aus vollem Mund: »Rosa, delicia degli Amori, Rosa, bellissima de tutti i fiori!« und Alle kränzen mit ewgen Rosen (die, dankerfüllt, noch schöner glänzen, noch süßer düften,) Olympiens Bild.