German poem
Reife
by Clara Müller-Jahnke (1860–1905)
An verstaubten Straßenrändern, am verblühten Schlehdornhag durch den reifen Sommertag wunschlos, wahllos, ziellos schlendern . . .
Sonnentrunkne Falter irren taumelnd über Korn und Mohn, – aus den Feldern kommt ein Ton leis und scharf wie Sensenschwirren.