Versos German Conrad Ferdinand Meyer Der Schmied

German poem

Der Schmied

by (1825–1898)

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Am Ufer drüben seh' aus einem Schlot Ich lust'ge Funken wirbeln purpurrot Und Schmied und Amboß kommt mir in den Sinn, Davor ich einst erstaunt gestanden bin.

Als ein vom Weg Verirrter macht' ich Halt: Es war um Mitternacht im schwarzen Wald.

Ein riesenhafter Schmied am Amboß stand Und hob den Hammer mit berußter Hand.

Zum ersten schlug er nieder, daß es scholl Ringsum in finsterm Forst geheimnisvoll,

Und rief: "Mach, erster Streich, den Teufel fest, Daß ihn die Hölle nicht entfahren läßt!"

Den Hammer er zum andern Male hob, Den Amboß schlug er, daß es Funken stob,

Und schrie: "Triff du den Reichsfeind, zweiter Schlag, Daß ihn der Fuß nicht fürder tragen mag!"

Den Hammer hob er noch zum dritten Mal, Der niederfuhr wie blanker Wetterstrahl,

Und lachte: "Schmiede, dritter, du die Treu Und unsre alte Kaiserkrone neu!"