German poem
Der Strom des Lebens
by Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898)
Mir war: ich fuhr in halber Finsternis Auf einem Strom, der mich von dannen riß. Unwiderstehlich, ohne Frist und Halt Entführte mich die jähe Stromgewalt.
Vorüber glitten dunkel Stadt und Schloß. Ein ferner Donner scholl. Der Nachen schoß.
Und ich erriet, daß ich den Rhein befuhr Ein wenig über seinem Sturze nur.