Versos German Daniel von Czepko Durch Irrthum zur Warheit

German poem

Durch Irrthum zur Warheit

by (1605–1660)

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Ich habe mein Gemüth' auff manche Kunst gewandt, Auff manches Thun gelegt mein Arbeit und Verstand: Das Licht der Welt hat mir die Bücher, wenn es kommen, Gegeben in die Hand und wieder draus genommen.

Kein Fleiß hat mir gefehlt: zu Rom und zu Athen, Kont' als ihr Bürger ich, selbst hin und wieder gehn: Ich hab' aus großer Huld des Himmels viel geschrieben, Mich in der Heimlichkeit der Weißheit können üben:

Getreten zum Gestirn, erforscht, was Tag und Nacht In Cörpern über uns zu ihrem Wechsel bracht. Die Thür' stund mir zu Kriegs- und Friedens Diensten offen, Fragt ihr, was ich zuletzt in diesen angetroffen?

Ich hab', o großes Heil! Den Irrthum so erkannt, Wist aber, daß zunechst bey ihm die Wahrheit stand.