German poem
Eine Schnure Schmeltz Glaß
by Daniel von Czepko (1605–1660)
Du Schmeltz Glas schwartz als Pech, das du umkettelt hast Die Lilgen weisse Hand, und zehnmal umgefast: Ich zürne doch mit mir, ob meiner Farbe du, Die mein Betrübnüs zeigt, gleicht triffst am nechsten zu: Nicht mache dich so groß: Du bist und bleibest Glas: Die Reiffen sind zu schlecht umb ein so edles Faß. Ach Göttin! Diese Schnur erkieß ich nicht umbsonst, Die Farb ist meine Pein, das Glas ist deine Gunst.