German poem
Historie von der schönen Lau
Wer pochet, daß einem das Herz erschrickt?
Und jene sprachen:
Der König schickt! Gebt uns wahrhaftigen Bescheid, was Guts ihr habt geschafft die Zeit.
Und sie sagten:
Wir haben die ferndigen Lieder gesungen und haben die ferndigen Tänze gesprungen, gewonnen war es um ein Haar!— Kommt, liebe Herren, übers Jahr.
vom vorigen.
Kohl.
Der wunderliche Gast sprach diesen Gruß:
»Die Wasserfrau ist kommen gekrochen und geschwommen, durch Gänge steinig, wüst und kraus, zur Wirtin in das Nonnenhaus, sie hat sich meinethalb gebückt, mein' Topf geschmückt mit Früchten und mit Ranken, das muß ich billig danken.«
Hausflur.
»Herr Abt, wie ward Euer Käpplein so naß?«
Und er antwortete:
»Es ist mir ein Wildschwein am Wald verkommen, vor dem hab' ich Reißaus genommen; ich rannte sehr und schwitzet' baß. Davon ward wohl mein Käpplein so naß.«
Weil es den Tag zuvor sehr schwül gewesen, so blitzte es jetzt in der Nacht. Der Schein erhellte den Blautopf ganz, auch spürte sie am Boden, es donnere weitweg. So blieb sie mit zufriedenem Gemüte noch eine Weile ruhen, den Kopf in ihre Hand gestützt, und sah dem Wetterblicken zu. Nun stieg sie auf, zu wissen, ob der Morgen etwa komme; allein es war noch nicht viel über Mitternacht. Der Mond stand glatt und schön über dem Rusenschloß, die Lüfte aber waren voll vom Würzgeruch der Mahden.
Auf diese ihre Rede hing die schöne Lau den Mund gar sehr und sagte: »Frau Ahne hat der Traum verdrossen!«—nahm kleinlauten Abschied und tauchte hinunter.
Es war nah bei Mittag, da rief der Pater Schaffner im Kloster dem Bruder Kellermeister eifrig zu: »Ich merk', es ist im Gumpen letz! die Arge will Euch Eure Faß wohl wieder einmal schwimmen lehren. Tut Eure Läden eilig zu, vermachet alles wohl!«
Zorn.
Als sie hierauf am Abend zu den Frauen kam, da wußten sie es schon vom Koch und wünschten ihr mit tausend Freuden Glück. Die Wirtin sagte: »Der Xaver ist von Kindesbeinen an gewesen als wie der Zuberklaus, jetzt kommt uns seine Torheit zustatten.«
»Ich bin eine dürre Königin, trag' auf dem Haupt eine zierliche Kron', und die mir dienen mit treuem Sinn, die haben großen Lohn.
»Meine Frauen müssen mich schön frisiern, erzählen mir Märlein ohne Zahl, sie lassen kein einzig Haar an mir, doch siehst du mich nimmer kahl.
»Spazieren fahr' ich frank und frei, das geht so rasch, das geht so fein; nur komm' ich nicht vom Platz dabei— sagt, Leute, was mag das sein?«
Nicht gewesen.
Wasserleitungsröhren.
»'s leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura, glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei.«
Die Wirtin nannt' es einen rechten Leirenbendel und sagte: »Wer hätte auch den mindesten Verstand da drin gesucht, geschweige eine Prophezeiung!«
Mit den Seilersleuten.
»'s leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeuren.«
Doch unversehens, mitten in dieser Fröhlichkeit und Lust, begab sich ein mächtiges Schrecken.
Apostroph verschoben: Wann' werd ich gestillt? Wann werd' ich gestillt?
»knicksten« geändert zu »knicksen«: sie nicken und knicksten und fliegen davon. sie nicken und knicksen und fliegen davon.
Folgende Zeilen sind im Original eingerückt: dazwischen hört man weiche Töne gehen von sel'gen Feen, die im blauen Saal zum Sphärenklang, und fleißig mit Gesang, silberne Spindeln hin und wieder drehen.
»Blautops« geändert zu »Blautopfs«: Blautops nieder, schlief gleich ein, und bald erschien ihr ein Blautopfs nieder, schlief gleich ein, und bald erschien ihr ein
Fehlendes Anführungszeichen ergänzt: Wirtschaft ist. Wirtschaft ist.«