German poem
Chelidono
by Emanuel Geibel (1815–1884)
Wo die Platane sich riesig erhebt im Schatten der Waldschlucht, Ragt in Trümmer bereits fallend das Kloster empor; Längst ist der Mönche Gesang in der Kirche verhallt, und es duftet Weihrauch nimmer, des Chors ewige Lampe verlosch; Aber der Quell, der kühl am Altar aufsprudelt, erquickt noch Häufig den Wandrer, er spricht dankend ein kurzes Gebet.