Versos German Emanuel Geibel Feierabend

German poem

Feierabend

by (1815–1884)

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Wie sich am westlichen Himmel Hinter den Bergen im Purpurgeflock Die Sonne verliert, Atmet die Brust freudiger auf Und saugt begierig Den kühl erfrischenden Hauch des Abends.

Stiller wird's in der Seele; Ein ruhig heitrer See, Dehnt sie sich weit; Schwänen gleich Ziehen Erinnerungen Über den friedlichen Spiegel hin.

Ruhe, Ruhe Säuselt mich an aus der Höhe. Über das Auge sinkt Leise die Wimper, Und vom Wunderbaume der Nacht Brech' ich des Schlummers liebliche Blüte, Des Traumes Goldfrucht.