Versos German Emanuel Geibel Nach dem Sturm am Himmelsrande

German poem

Nach dem Sturm am Himmelsrande

by (1815–1884)

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Nach dem Sturm am Himmelsrande Schwebt der Mond um Mitternacht; Langsam, schimmernd her zum Strande Rollt die Flut und brandet sacht.

Ihre dumpfen Schläge mahnen An ein Herz, das müde pocht; Keine Spur mehr läßt dich ahnen, Welch ein Chaos hier gekocht.

Sagt, wohin dies wilde Schwellen Jauchzender Titanenlust? – Wer begreift euch, Meereswellen? Wer begreift dich, Menschenbrust?