Versos German Emanuel Geibel Über den stillen Seen

German poem

Über den stillen Seen

by (1815–1884)

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Über den stillen Seen Erglänzt des Vollmonds Schein; Ein träumerisches Wehen Durchläuft den Buchenhain.

Am tau'gen Hügelpfade In Düften wallt das Korn, Und fern vom Waldgestade Herüber grüßt ein Horn.

Wie schwebt zu dieser Stunde Mein Geist in leichtem Flug! Geheilt ist jede Wunde, Die mir die Fremde schlug.

Kaum zeugt von Kampf und Plage Verwachsner Narben Spur, Und an die goldnen Tage Der Jugend denk' ich nur.

Wie damals füllt mich innig Ein holdes Glücksvertraun; Ich fühl's, zu Hause bin ich, O laßt mich Hütten baun!