Versos German Ernst Stadler An die Schönheit

German poem

An die Schönheit

by (1883–1914)

Listen in the reader

So sind wir deinen Wundern nachgegangen wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen

und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken aus dämmergrauen Abendtoren liefen. Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken

kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen. Nun legen zitternd sie die heißen Wangen an feuchte Blätter die von Dunkel triefen

und ihre Hände tasten voll Verlangen auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel das hinter roten Wäldern hingegangen – –

ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.